Was machen eigentlich die, die sonst die Models machen?

Das habe ich mir irgendwie anders vorgestellt. Einen Booker oder einen Unternehmensgründer, oder jemanden, der Cocaine Models aus dem Nichts im Internet platzieren kann und die traditionelle Model-Agenturen verstaubt aussehen lässt, ja den habe ich mir nunmal anders vorgestellt. Die Bilder, die ich im Kopf habe, als ich auf dem riesigen Platz am Mediapark in Köln vor noch riesigeren Gebäuden stehe, passen mehr zum Online-Auftritt der Model-Agentur. Die Häuser sind hier, groß, größer und ragen genauso in den Himmel, wie alle anderen Standsäulen von „Cocaine Models“: Wie der freche Name, die Online-Präsenz und der Erfolg der Model-Macher. Da ist es doch nur logisch zu erwarten, dass ich hier auf wichtiger-als-wichtige Anzug-Menschen treffen werde. Ich mache mich also bereit für Arroganz, Überheblichkeit und…

Und dann sitzen da drei lächelnd sympathische Menschen vor mir, die offensichtlich nicht jeden Tag einen Anzug tragen müssen, um ganz professionell zu arbeiten.Corinna Becker, Oliver Rudolph und Stephan Czaja platzieren die edlen Dinge eben an den richtigen Stellen und zur richtigen Zeit. Während der Meeting-Raum hier beim „Startplatz“ groß und Lichtdurchflutet ist, ist das Büro eben praktikabel. Hier wird Fritz Kola getrunken und ganz viel Kaffee. Also die perfekte Ausstattung, damit man die große Mode-Welt erobern kann. Das hat anscheinend auch gut geklappt. Schließlich hat „Cocaine Models“, seit der Gründung 2015, nicht nur erfolgreich die Träppchen-Plätze von Google bestiegen, sondern auch einige Großkunden gewonnen und sich schon die ersten Direct-Bookings für die vergangene Fashion-Week in Berlin gesichert. Und da Deutschland noch nicht das Ende des Möglichen ist, sollen demnächst auch die Modestädte Mailand und London erobert werden.
Das Erfolgsgeheimnis? Für Stephan ganz klar die Präsenz Online, was die Agentur von vielen anderen Agenturen abhebt. Die sind nämlich nicht so leicht für ihre Kunden über Facebook, Google und Instagram zu finden. Was Stephan scheinbar selbstverständlich erwähnt, ist für mich aber viel mehr ein Zeichen von Erfolg: Dass er seine Models unterstützen möchte – erzählt er. Unter Druck setzten möchte er niemanden, schließlich wünscht er sich hoch motivierte Models und ist sich auch nicht zu schade, das ein oder andere junge Mädchen zu trösten, wenn ein Casting mal nicht so gut gelaufen ist.
Als Fotograph Oliver dann mit dem NewFace-Model Erik Holm shootet bin ich mal wieder überrascht. Ein großes Studio oder Softboxen, wie bei „Germanys next Topmodel“ sind hier nicht zu finden. „Das braucht man nicht unbedingt für ein gutes Foto“, erzählt mir Oliver und beweist mir das auch sofort: Draußen vor einer schlichten Wand – nur die Kamera, Erik und Oliver selber – entstehen wundertolle Fotos, wie ich finde.
Oliver reizt vor allem die Abwechslung und die vielen verschiedenen Menschen bei seinem Job. Und was ist für ihn dann ein schöner Mensch? Ausstrahlung und Natürlichkeit sind ihm am wichtigsten, wie er erzählt. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Das ist fast so wie die Definition von „WunderMensch“ und wie die herrlich erfrischend natürlichen drei Menschen, die ich mal für ein paar Stunden in ihrem Arbeitsalltag kennenlernen durfte. Was soll ich sagen? WunderMenschen halt. 😊

Wundertolligst.
Anna

2 Kommentare zu „Was machen eigentlich die, die sonst die Models machen?

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